Sensibilisierungskampagne "Gegen den Schmerz und die Angst"

 

Ca. 25% aller Erwachsenen haben Angst vor Spritzen und Arztbesuchen, die ihren Ursprung in der Kindheit hat; ca. 10% der Bevölkerung meidet Impfungen, Blutkontrollen und andere Untersuchungen oder Eingriffe aus diesem Grund. Diese Angst nimmt mit Alter eher zu und nicht ab. Die Betroffenen zeigen ein Vermeidungsverhalten, das sie selber und unter Umständen auch ihre Mitmenschen gefährdet.
 
Die Gefahr einer nachhaltigen Traumatisierung, der Vertrauensverlust in die behandelnden Fachpersonen und das daraus resultierende Vermeidungsverhalten im Umgang mit der eigenen Gesundheit sind u.a. auch die Gründe, dass der adäquate Schutz des Kindes vor Angst und Schmerz  ein wesentlicher Punkt der EACH-Charta für Kinder im Spital (European Association for Children in Hospital, 1988) ist.
 
In der Sensibilisierungskampagne möchten wir zwei Anwendungen in der Schweiz bekanntmachen

 

 

 

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Impfen geht auch ohne Schmerzen: Mit Stillen, Körperkontakt, einer 20%igen Zuckerlösung - oder mit dem Buzzy

 


 

Unterstützung für Geschwister von Frühgeborenen Kindern

 

Fast jedes zehnte in der Schweiz geborene Baby kommt zu früh zur Welt, jedes hundertste extrem zu früh. Die Frühgeburt eines Babys ist für die meisten Familien ein dramatisches Ereignis, das die ganze Familie erschüttert und über eine oft lange Zeit belastet. Zu vielen dieser Familien gehört ein Geschwisterkind.
 
Geschwister von frühgeborenen Kindern tragen eine doppelte Last: Sie lernen das neue Familienmitglied in der fremden Welt der neonatologischen Intensivstation kennen. Die Angst der Eltern überschattet diese besondere Kennenlernzeit. Die Eltern sind zudem häufig abwesend sowie körperlich und emotional erschöpft. Geschwisterkinder von Frühgeborenen haben selten die Möglichkeit, sich auf dieses Ereignis vorzubereiten und müssen oft auf viel Zuwendung der Eltern verzichten.
 
Ein poetisches Bilderbuch für Geschwister von zu früh geborenen Kindern soll als neues Angebot eine Möglichkeit der Unterstützung bieten. Die Geschichte stellt das Geschwisterkind in den Mittelpunkt des Geschehens und bietet durch diese spezielle Optik eine Identifikationsmöglichkeit für das betroffene Kind.

 

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Ausschnitt aus dem Entwurf zum Kinderbuch Pepino für Geschwisterkinder von Frühgeborenen